Beispielrituale für eine freie Trauung

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Rituale während einer freien Trauung können etwas ganz Persönliches und Wunderschönes sein!

Sie unterstreichen die gemeinsame Geschichte des Brautpaares, symbolisieren bestimmte Lebensabschnitte oder bieten die Möglichkeit, auch in der Zukunft noch fortgeführt zu werden, um sich immer wieder an den gemeinsamen Weg zu erinnern.

Im Internet gibt es zahlreiche Beispielrituale, wie die bekannte Sandzeremonie, die immer wieder auf freien Trauungen zu finden ist.

Das Wichtigste an Ritualen ist jedoch, dass sie zu dem Brautpaar passen. Orientierung dazu geben gemeinsame Hobbys, der Job oder auch gemeinsame oder gegensätzliche Charaktereigenschaften, denn: Rituale sollten nicht nur um des Rituales Willen umgesetzt werden.

Das entwickeln von passenden Ritualen ist gar nicht so einfach und dann ist da noch die große Frage, ob sich das Ritual überhaupt umsetzen lässt.

Da ist schon eine Menge Kreativität und manchmal auch Mut gefragt.

In unserem Kreativ-Workshop Traurituale geben wir euch eine Menge Praxisbeispiele mit an die Hand, welche Arten und Möglichkeiten es für die Einbindung von Ritualen gibt – mehr dazu hier Kreativ Workshop Traurituale

Folgend möchten wir euch drei individuelle Rituale einmal vorstellen:

 

Das Fotobuch der Liebe:

 

Wer kennt es nicht: Von jedem schönen Ausflug oder Urlaub werden zahlreiche Bilder gemacht, die dann irgendwo auf dem Computer oder in einer Kiste verschwinden. Fleißige Paare schaffen es „wenigstens“ über jeden Urlaub ein Fotobuch anzulegen aber ein Fotobuch über den gemeinsamen Weg, das hat fast kein Paar. Genau das habe ich mir für Jule und Phillip überlegt, die nicht nur viele Urlaube und Ausflüge, sondern auch viele andere wichtige Meilensteine, Höhen und Tiefen und besondere Momente gemeinsam erlebt haben. Von jedem wichtigen Abschnitt habe ich mir im Vorfeld ein Bild zuschicken lassen. Das Kennenlernen, die Fernbeziehung, die erste Wohnung, eine gemeinsame Katze, Urlaube, das erste Auto und vieles mehr… Chronologisch geordnet habe ich die Bilder während der Trauzeremonie in ihr ganz eigenes Fotobuch der Liebe eingeklebt und an Hand der Bilder den Gästen den gemeinsamen Weg der beiden noch etwas näher gebracht.

Nicht nur für das Brautpaar, die während der Zeremonie durch die Bilder immer wieder an die besonderen Momente erinnert wurden, sondern auch für die Gäste, die auf diesem Weg viele – auch manchmal sehr lustige Bilder – zu sehen bekommen haben, war dieses Ritual emotional und wunderschön.

Und heute zeigt das Fotobuch der Liebe den gesamten gemeinsamen Weg und kann immer weitergeführt werden.

Das geflochtene Band der Liebe:

 

Das geflochtene Band der Liebe ist ein „bestehendes“ Ritual, was ich gemeinsam mit Jessica und Phillip noch etwas verfeinert habe.Dabei gibt es drei unterschiedliche Bänder, eins steht für die Braut, eins für den Bräutigam und eins für die Liebe. Während der Trauzeremonie wird das Band durch das Brautpaar geflochten, sodass aus den drei Bändern ein verflochtenes wird, was eben die Verbundenheit des Paares mit der Liebe symbolisiert. Symbolisch ist das Ritual schon sehr schön, ich liebe jedoch Rituale, die einen tieferen Sinn haben und in Zukunft fortgeführt werden können. Also habe ich mir überlegt Symbole in das Band einzuflechten, die für verschiedene Meilensteine in der Beziehung stehen. Darunter beispielsweise ein Anhänger mit einem Löwen, denn kennengelernt haben die beiden sich auf dem Remscheider Löwenfestival. Einen Schlüssel, der für die erste gemeinsame Wohnung steht oder einen Eifeltum, für einen ganz besonderen Urlaub in Paris. Dieses Band erinnert die beiden nun immer wieder an den gemeinsamen Weg und sicherlich folgt schon bald ein wichtiger weiterer Meilenstein, der einen Platz in dem ganz eigenen Band der Liebe bekommt.

Scherben bringen Glück:

 

Nessi und Manu sind keine großen Ritual Fans und haben sich gewünscht, nur etwas Kleines, etwas Symbolisches zu machen. Relativ schnell habe ich gemerkt, dass die beiden nicht nur verschiedene Symboliken mögen, sondern auch ein bisschen abergläubisch sind.

Nun gibt es verschiedene Aberglaube, insbesondere rund um das Thema Hochzeit. Was mir in die Karten gespielt hat war die Tatsache, dass die beiden ausgerechnet an ihrem Hochzeitstag in das verflixte siebte Jahr gestartet sind. Und was braucht man da? Genau, Glück! Und was bringt Glück? Genau, Scherben! Also habe ich mir überlegt, die Eheringe der beiden in einen Glaskasten „einzusperren“, den sie gemeinsam mit einem Hammer kaputtschlagen mussten. Symbolisch haben die beiden ihre Ringe befreiet, um in das Eheleben zu starten.

Und die Scherben wurden natürlich weiterverarbeitet, schmücken heute das Wohnzimmer der beiden und bringen hoffentlich ein Leben lang Glück.