Die 5 typischen Fehler bei einem Style Shooting

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Style Shootings erfreuen sich in der Hochzeitswelt einer immer größeren Beliebtheit. Warum ist das eigentlich so? Nun, zum einen lassen sich durch diese Shootings wunderbare DIY Ideen, Hochzeitskonzepte und Inspirationen rund um die Hochzeit darstellen, und zum anderen bieten Styled Shoots eine tolle Gelegenheit für Hochzeitsdienstleister, sich zu vernetzen um ganz gezielt ihre Wunsch Brautpaare anzusprechen.

Doch so schön diese Hochzeitswelten auch sind, ihr solltet das so entstandene Foto- und Videomaterial auch immer als ein Style Shooting markieren. Denn oft ist den den Brautpaaren, die sich in die eine oder andere Deko Idee verliebt haben, die damit verbundenen Kosten gar nicht bewusst. Und damit kommen wir direkt zu dem typischen Fehler Nummer 1:

1. Fehler: Das Shooting wird als echte Hochzeit vermarktet

Der Sinn und Zweck eines Shootings besteht ja darin, potentiellen Brautpaaren und damit auch Euren Kunden zu zeigen, was alles möglich wäre. Eine Fülle an Inspirationen, Ideen und Konzepten kann hier umgesetzt werden. Und das meist aus dem Grund, dass beispielsweise nur 1 Tisch eingedeckt wird und das dann ziemlich opulent. Eine Blütenpracht wird neben vielen Makramee Tischläufern und unzähligen Kerzenleuchtern auf dem Tisch arrangiert. Das sieht zwar meist wunderschön aus, hat aber den Nachteil, dass die Kosten für eine große Hochzeitsgesellschaft alleine durch dieses Deko-Konzept gesprengt würden.

Ein weiterer Nachteil ist, dass die Idee dahinter ja die ist, das die Deko einfach nur schön aussehen soll und nicht „alltagstauglich“ ist. Damit meine ich, dass es schier unmöglich ist, von einem Makramee Tischläufer ernsthaft zu essen oder später die Reinigung zu zahlen.

Die Hochzeitstorten, welche auf den Bildern der Style-Shootings zu finden sind, sind ganz oft mindestens 3-stöckig und sehr aufwendig gearbeitet und verziert. Dies ist allerdings nur möglich, weil in der Regel entweder die ganze Torte eine Attrappe ist, oder nur die oberste Schicht aus echtem Kuchen besteht. Nur so kann ein optimaler Tortenanschnitt für das Shooting gelingen.

Deswegen der große Appel: markiert Eure Shootings immer! Sagt den Brautpaaren, dass sie lediglich als Inspiration dienen und „verkauft“ sie nicht – wie das leider oft passiert – als echte Hochzeiten. Das ist zum einen den potentiellen Brautpaaren und zum anderen allen anderen beteiligten Dienstleistern gegenüber unfair. Denn mit jedem Style Shooting geht ihr die Verpflichtung ein, immer alle Hochzeitsdienstleister zu verlinken und zu markieren.

2. Fehler: Die Planung und Organisation des Style Shootings

Die Planung und Organisation eines Style Shootings benötigt locker 2 Wochen reine Arbeitszeit. Die richtige Location muss gesucht und gefunden werden und vor allem auch bereit sein, sich zu beteiligen. Die Auswahl der richtigen Dienstleister, die Absprache aller Beteiligten, die Vorbereitung, die Festlegung des Farbkonzeptes, etc. All das benötigt vor allem Zeit und oft auch Geduld. Denn am Tag des Shootings, da müssen sich alle Einzelteile wir die Hochzeitsdekoration, die Hochzeitstorte, der Traubogen oder der Brautstrauß zu einem großen Ganzen zusammenfügen und ein harmonisches Gesamtbild ergeben. Und das bedeutet in den allermeisten Fällen viel Fleißarbeit durch den Organisator.

Stellt also sicher, dass jeder Dienstleister alle für ihn relevanten Informationen wie Adresse der Location, geplante An- und Abfahrt, benötigte Materialien, etc. frühzeitig zur Verfügung hat, um ebenfalls planen und koordinieren zu können.

Ganz oft sagen Dienstleister aus den unterschiedlichsten Gründen kurzfristig doch noch ab. Hier ist es wichtig, nicht den Kopf zu verlieren, sondern auf ein zuverlässiges Netzwerk an guten Hochzeitsdienstleistern zurückgreifen zu können, um schnellstmöglich Alternativen zu schaffen.

3. Fehler: Der Tag des Shootings

Endlich ist er da: der große Tag des Style Shootings. Das Wichtigste zuerst: immer Nerven bewahren. Denn es geht immer irgendetwas schief oder läuft anders als geplant. Jetzt heißt es, improvisieren was geht und dabei nie das große Konzept aus den Augen verlieren. Und manchmal, sind aus den größten Pannen schon die schönsten Ideen und Bilder entstanden.

Erfahrungsgemäß kommen bei den Shootings sehr viele kreative Köpfe zusammen, die alle voller wunderbarer Ideen stecken. Wichtig ist dabei aus meiner Sicht, dass jemand den berühmten Hut auf hat und entscheidet. Denn meist gibt es einen sehr engen Tagesablauf um möglichst viele Ideen umzusetzen und später auch zeigen zu können. Aus diesem Grund muss einfach jemand die Fäden in der Hand halten und manchmal auch unbeliebte Entscheidungen treffen, die Zeit im Auge behalten oder spontan improvisieren.

Sorgt an dem Tag für möglichst gute Stimmung am Set. Dies ist meist schon mit einigen wenigen Kleinigkeiten getan: Wasserflaschen und kleine Snacks, die man im Stehen essen kann wirken hier schon Wunder. Einen warmen Ort, wo man sich aufwärmen kann, wenn es draußen doch kälter ist als vermutet. Oder vielleicht sogar Kaffee für müde Geister.

Stellt sicher, dass nicht zu viele Bilder auf den Social Media Kanälen gepostet werden und hier der Fokus aller beteiligten Hochzeitsdienstleister auf dem „Making Off“ liegt. Denn die großen etablierten Hochzeitsblogs werden Euch nur veröffentlichen, wenn die Bilder des Shootings vorher noch nirgends aufgetaucht sind.

4. Fehler: Die Schlechtwetter Alternative bei Style Shootings

Eigentlich sollte dieser Punkt eine Selbstverständlichkeit sein. Ist er aber nicht. Wir leben in Deutschland. Manchmal haben wir warme Sommer, manchmal sogar Schnee im Winter. Was wir aber nie haben, ist die Gewissheit, wie das Wetter am Tag der Tage wird.

Es sind schon etliche Shootings buchstäblich ins Wasser gefallen, weil es am geplanten Tag wie aus Eimern geschüttet hat. Deswegen ist die Wahl der Location auch so essentiell wichtig. Denn mit der Umgebung steht und fällt das Konzept des Shootings. Ich rate daher immer allen, die Planung erst nach einer Besichtigung vor Ort zu beginnen und sich nach einer geeigneten Lösung für eine Trauung unter freiem Himmel und – was noch viel wichtiger ist – für eine Alternative bei Regen umzuschauen.
Bietet die Location eventuell die Möglichkeit, auf eine Scheunenhochzeit oder eine Hochzeit im Gewächshaus auszuweichen? Wie sind die Lichtverhältnisse? Kann eventuell auf die Abenddämmerung ausgewichen werden, wenn der Regen vorüber gezogen ist?
Wie lange dürft ihr die Location nutzen und welche Kosten fallen für die Schönwetter und/oder die Regenalternative an? Erst wenn diese Fragen geklärt sind, kann die solide Planung des Style Shoots begonnen werden und ihr seid für alle Eventualitäten gerüstet.

5. Fehler: Die Vermarktung und Veröffentlichung des Shootings

Im Laufe der letzten Jahre habe ich schon sehr viele tolle Bilder von Shootings gezeigt bekommen und mich auf die Veröffentlichung gefreut. Doch ganz oft passiert: nichts. Viel zu oft versauern die Fotos auf der Festplatte eures Computers. Und das ist echt schade.

Die Fotostrecke wird niemals auf einem Hochzeitsblog veröffentlicht, die Bilder werden nicht für die eigenen Werbezwecke auf Instagram, Pinterest oder der eigenen Internetseite genutzt. Fotos von dir in Action finde ich nicht im „Über mich“ Part deiner Seite wieder. [entweder Dein, Euch, etc. immer groß oder klein ist mal so mal so] Denn damit war die ganze Arbeit  umsonst und Deine potentiellen Brautpaare und somit auch Kunden wissen gar nicht, wie Du arbeitest oder welche tolle Ideen und Konzepte Du umsetzen kannst.

 

In unserem Workshop Style Shooting und Vermarktung erklären wir dir unseren erprobten 4 Stufen Vermarktungsplan, mit dem Du aus jedem Shooting das Optimum für dich und Dein Business herausholen kannst.

Unser Ziel – dich in der Hochzeitsbranche da zu positionieren, wo Du gerne stehen würdest.

Aktuelle Termine findest Du hier – Workshop Style Shooting und Vermarktung

Bilder: https://www.lars-hammesfahr.de/