Die meisten Redner in unserem Netzwerk haben als Hochzeitsredner ihre Karriere in die Selbständigkeit gestartet. Einige von ihnen haben irgendwann aus verschiedensten Gründen entschieden, auch als Trauerredner zu arbeiten. Das hat verschiedene Gründe. Zum einen sind Hochzeiten ein Saisongeschäft und die meisten Hochzeiten sind zwischen April und Oktober. In den kalten Wintermonaten ist die Auftragslage ehr gering und somit auch die Einkünfte. Laut Statistik sterben mehr Menschen in den kalten und dunklen Wintermonaten, was die Nachfrage nach Abschiedsredner insbesondere in dieser Jahreszeit passenderweise, erhöht. Es gibt aber andere Gründe als Trauerredner zu arbeiten.
Bei einer Hochzeit begleitet man einen der schönsten Tage zweier Menschen und macht ihn zu etwas ganz Besonderen. Als Abschiedsredner begleitet man den letzten Moment eines Menschen und hat die Möglichkeit, einen ganz würdevollen Abschied zu gestalten und den Angehörigen bei der Trauerbewältigung zur Seite zu stehen. Beides sind ganz wichtige und verantwortungsvolle Aufgaben und die Haupttätigkeit ist „das Reden“.
Allerdings gibt es in der Tat einige Unterschiede bei den beiden Berufen, die wir hier aufzeigen möchten.
Als allerstes natürlich der Anlass. Trauer und Freude liegen oft nah beieinander genau wie diese beiden Berufe, die vom Prinzip her das Gleiche tun, nur zu einem ganz anderen Anlass. Denn während es bei einer freien Trauung um den gemeinsamen Weg des Paares, die Meilensteine und schönen Momente geht, erzählt auch ein Abschiedsredner den Lebensweg des Verstorbenen. Die Meilensteine, die er erreicht hat, was er mochte, seine Hobbys, die Höhen und Tiefen des Lebens. Beides ist sehr persönlich und darf lustig und berührend sein. Denn schließlich möchte man bei beiden Anlässen den Menschen und den Weg in der Vordergrund stellen. Zeigen, wie der Verstorbene oder auch das Brautpaar wirklich war und ist. Bei beidem geht es darum, eine ganz persönliche Rede zu schreiben und bei beiden Reden darf gelacht und auch geweint werden. Bei beiden Reden ist es unheimlich wichtig mit Menschen zu sprechen, denn nur so kann eine Rede erfolgreich werden. Bei Hochzeiten mit dem Brautpaar und möglicherweise mit den Angehörigen, bei einer Beerdigung mit den Hinterbliebenen und da kommen wir auch zum ersten Unterschied.
Bei einem Traugespräch erhält man die Informationen quasi aus erster Hand, vom Brautpaar selbst. Die kennen ihren Weg in und auswendig und können dich mit unheimlich vielen Informationen versorgen. Zusätzlich hast du die Möglichkeit, Kontakt zu weiteren Angehörigen aufzunehmen, um zusätzlich einen anderen Blickwinkel auf die Beziehung zu bekommen und die Paare mit weiteren Geschichten und Erinnerungen der Herzensmenschen zu berühren. Bei einer freien Beerdigung bekommst du für gewöhnlich die Informationen nicht aus erster Hand, sondern von den Hinterbliebenen. Oft sind das Ehepartner und Kinder oder auch mal weiter entferntere Personen, die möglicherweise gar nicht so viel über das Leben des Verstorbenen erzählen können. Eine Hochzeit ist ein freudiges Thema und sowohl das Brautpaar als auch die Angehörigen machen sich oft im Vorfeld schon sehr viele Gedanken zu dem, was sie dir erzählen können, sodass du viele und wunderschöne Informationen bekommst. Bei Beerdigungen ist das häufig leider nicht der Fall. Natürlich kannst du den Hinterbliebenen schon einen Fragenkatalog vor dem Gespräch zukommen lassen, damit sie sich möglichst gut auf euer Gespräch vorbereiten können. Jedoch sind die Hinterbliebenen oft wie in einer Schockstarre und können diese ganzen Fragen einfach gerade noch nicht beantworten, was ebenfalls mit einem wichtigen Unterschied zwischen Hochzeiten und Beerdigungen zu tun hat: Eine Hochzeit wird von langer Hand, meistens 1-2 Jahre im Voraus, geplant. Alle haben Zeit sich auf das Gespräch und die Fragen ausreichend vorzubereiten. Eine Beerdigung kommt häufig unerwartet und schnell und bis zur Beisetzung vergehen 4-10 Tage, in denen die Hinterbliebenen eine Menge Aufgaben zu erledigen haben und gleichzeitig ihre Trauer bewältigen müssen. So haben sie häufig gar nicht die Kraft und Zeit sich intensiv auf das Gespräch vorzubereiten und das Leben des Verstorbenen vorab einmal Revue passieren zu lassen. Insbesondere wenn vor dem Tod eine lange Krankheitsphase war, ist diese „Ist-Situation“ sehr präsent im Kopf der Angehörigen, sodass es noch schwieriger ist, sich an die Zeit und die vielen schönen Momente vor der Krankheit zu erinnern. Trotzdem brauchst du als Redner ja genau diese persönlichen Informationen um eine schöne Abschiedsrede schreiben zu können und da wären wir auch beim nächsten Unterschied, nämlich der Umgang mit den Angehörigen.
Das Thema Tod ist ein sehr sensibeles Thema und genauso sensibel musst du eben auch mit den Angehörigen in den Gesprächen umgehen. Egal wie viel Material du ihnen vorher an die Hand gibst, damit sie sich gut auf das Gespräch vorbereiten können, vielen fällt das Gespräch sehr, sehr schwer und es kommen nur schleichend Informationen. Während es bei den Hochzeitspaaren quasi aus ihnen herausprudelt und du fast zu viele Informationen bekommst, musst du den Hinterbliebenen viele Informationen „aus der Nase ziehen“. Nicht, weil sie dir nichts erzählen möchten, sondern weil sie sich wie gesagt einfach nicht erinnern, es nicht wissen oder einfach noch so sehr mit ihrer Trauer zu kämpfen haben, dass es schwerfällt, dieses Gespräch mit dir zu führen. Dabei ist dieses Trauergespräch nachweislich unheimlich wichtig für die Trauerbewältigung. Die Angehörigen stehen vor der Aufgabe einen geliebten Menschen loszulassen, was eine unheimlich schwere Aufgabe ist. Aber das Loslassen fällt leichter, wenn man sich noch einmal mit dem Leben des Verstorbenen beschäftigt und dadurch eben auch eine wunderschöne und würdevolle Abschiedsfeier gestalten kann. Zuhören ist eines der wichtigsten Aufgaben in dem Job als Trauerredner. Wenn du nicht genug Informationen erhältst, liegt es an dir, vorsichtig und mit Bedacht noch mehr aus den Angehörigen rauszubekommen. Durch verschiedene Fragestellungen kannst du Denkanstöße geben, um die Angehörigen in die richtige Richtung zu lenken. Dabei kommt es nicht selten vor, dass bei den Trauergesprächen geweint wird. Und das zielt auf den nächsten Unterschied ab.
Bei Hochzeiten wird auch geweint, allerdings mehr vor Freude und positiven Emotionen. Bei Beerdigung, weil man trauert und bei Traugesprächen, weil man sich erinnert. Es ist unheimlich wichtig der Trauer Raum zu geben und die Menschen weinen zu lassen, nur musst du natürlich lernen, wie du mit dieser Situation umgehst und die eigene Emotion kontrollierst. Insbesondere bei außergewöhnlichen Sterbefällen, also Suiziden, Kindstod, Unfällen und jungen Menschen, die unerwartet verstorben sind, ist die Trauer und Fassungslosigkeit unheimlich groß. Und als Mama oder Ehefrau ist es durchaus möglich, dass dich die Geschichte so sehr berührt, dass du deine eigenen Emotionen kaum unter Kontrolle halten kannst. Um das zu schaffen, gibt es verschiedene Techniken und Tricks die du anwenden kannst denn tatsächlich ist die Angst vor der eigenen Emotion der größte Faktor, warum sich viele Redner nicht zutrauen Beerdigungen zu machen.
Neben diesen ganzen emotionalen Aspekten gibt es aber auch ehr nüchterne, aber dennoch wichtige Aspekte, in denen sich die beiden Berufe unterscheiden. Der Beruf des Abschiedsredners wird beispielsweise im Normallfall als künstlerische Tätigkeit anerkannt, sodass die Umsatzsteuer bei 7% liegt. Für Hochzeitsredner gibt es noch keine klare Rechtsprechung, sodass hier abhängig vom Finanzamt 7% oder 19% Umsatzsteuer abgeführt werden müssen. Und auch das Honorar ist bei Beerdigungen natürlich deutlich geringer. Während Trauredner Honorare zwischen 900-1500€ aufrufen liegen die Kosten für einen Abschiedsredner zwischen 250-500€. Eine freie Beerdigung dauert für gewöhnlich allerdings auch nur 15-20 Minuten und ist vom generellen Aufwand her deutlich geringer. Und natürlich auch deutlich schneller abgeschlossen, denn meistens liegt zwischen dem Erteilen des Auftrages und der Endabrechnung bei einer Beerdigung nur 7-10 Tage. Die Aufträge bekommt man auch häufig nicht vom Endkunden selbst, so wie es die Brautpaare bei Hochzeiten sind, sondern von Bestattungsunternehmen, mit denen man dann regelmäßig zusammenarbeitet. Ein weiterer wichtiger Unterschied, denn als Abschiedsredner hast du mit dem Bestatter einen Endkunden, zu dem du eine gute Beziehung pflegen solltest, während du die Brautpaare nach der Hochzeit eigentlich nicht mehr zu deinen Kunden zählen kannst.
Das sind nur einige von vielen Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen freien Traurednern und Abschiedsrednern.
Du bist bereits als Trauredner/in tätig und überlegst, ob du auch im Bereich Beerdigungen tätig werden möchtest? Dann schau auf unserer Seite vorbei und schnupper in unser kostenloses Video zum Lehrgang Abschiedsredner rein.
Wir freuen uns auf dich!
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