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11. März 2024

Ist eine IHK Zertifizierung als freier Trauredner notwendig?

Wenn du darüber nachdenkst, eine Ausbildung zum freien Trauredner oder zur freien Traurednerin zu absolvieren, fragst du dich vielleicht, ob eine IHK-Zertifizierung notwendig ist. Die IHK (Industrie- und Handelskammer) bietet in vielen Ländern Zertifikatsprogramme für verschiedene Berufe an. Aber gilt das auch für freie Trauredner? Lass uns in diesem Blog-Beitrag genauer darüber sprechen, ob eine IHK-Zertifizierung für freie Trauredner wirklich notwendig ist.

Was ist eine IHK-Zertifizierung?

Zuerst einmal, lass uns klären, was eine IHK-Zertifizierung überhaupt ist. Die Industrie- und Handelskammern bieten in vielen Ländern berufliche Ausbildungen und Zertifikatsprogramme an. Diese Zertifizierungen sind oft in verschiedenen Branchen und Berufen weit verbreitet und können dazu beitragen, die Fähigkeiten und das Fachwissen von Fachleuten zu überprüfen und zu dokumentieren. Mit einer IHK Zertifizierung hast du also ein Dokument vorliegen das dir bescheinigt, dass du auf jeden Fall die Theorie eines Berufes geprüft erlernt hast. 

Die Frage der Notwendigkeit

Nun zur Frage der Notwendigkeit: Ist eine IHK-Zertifizierung als freier Trauredner wirklich erforderlich? Die Antwort darauf ist nicht ganz einfach zu geben, denn um den Beruf des freien Trauredners ausüben zu können, brauchst du, anders als in anderen Berufen, offiziell keine IHK Zertifizierung oder Ausbildung. Das heißt, jeder der sich dazu bereit fühlt und denkt, diesen verantwortungsvollen Beruf ausüben zu können, darf sich damit selbständig machen, ohne das er überhaupt einen Lehrgang oder eine Ausbildung besucht hat. Die Tätigkeit als freier Trauredner ist somit nicht an bestimmte berufliche Qualifikationen gebunden, sondern eher an die Fähigkeit, emotionale und bedeutungsvolle Trauungen zu gestalten und durchzuführen. Allerdings reden wir dennoch von einem sehr verantwortungsvollen Beruf, bei dem wir freien Redner eben auch ohne Erfahrung oder ohne Lehrgang viel falsch machen können. Wir von der bergischen Trauschmiede sind daher der festen Überzeugung, dass du auf jeden Fall einen Lehrgang oder eine Ausbildung zum freien Trauredner absolvieren solltest, bevor du dich in diesem Bereich selbständig machst. Dafür gibt es eben entweder die Möglichkeit das bei der IHK zu tun oder alternativ bei einem privaten Anbieter.

Die Vor- und Nachteile einer IHK-Zertifizierung

Obwohl eine IHK-Zertifizierung als freier Trauredner nicht zwingend erforderlich ist, hat sie dennoch einen ganz entscheidenden Vorteil:
Eine Zertifizierung von einer angesehenen Institution kann dein Ansehen und deine Glaubwürdigkeit bei Paaren und Hochzeitsdienstleistern stärken. Die IHK ist und bleibt eine derartige Institution, die auf die Qualität und die dauerhafte Überprüfung der Lehrgänge und Ausbildungen sehr viel wert legt. 

Allerdings ist die reine IHK Ausbildung oft sehr Theorie-lastig und bietet wenig Möglichkeit, Praxiserfahrung zu sammeln. Ein weiterer Punkt ist, dass du im Normallfall nach Abschluss des IHK Zertifikates auf dich allein gestellt bist, denn dann ist eben auch die Aus- oder Weiterbildung beendet. Gerade in einem Beruf, in dem du keine „Arbeitskollegen“ an deiner Seite hast, an die du dich mit Rückfragen wenden kannst, kann diese Situation sehr herausfordern sein. Die meisten Fragen entstehen erfahrungsgemäß dann, wenn du im laufenden Prozess bist und das erste mal eine „echte“ Rede schreibst. Wenn du das erste Mal Gespräche mit Brautpaaren führst und am Ende das erste Mal eine Trauzeremonie umsetzt. Theorie ist nicht gleich Praxis und nicht jedes Brautpaar ist gleich. Daher ist es unheimlich schwer, die erlernte Theorie für jedes Brautpaar gleich anzuwenden zumal die Individualität eine freie Trauung zu etwas besonderem macht. Und damit kommen wir zu einem alternativen Ausbildungskonzept:

Die Vor- und Nachteile einer Ausbildung bei einem privaten Anbieter:

Mittlerweile bieten viele erfahrene Redner selbst Weiterbildungen zum freien Trauredner oder zur freien Traurednerin an. Einige tun das in Zusammenarbeit mit der IHK, andere machen das komplett losgelöst. Dabei arbeitet jeder „Ausbilder“ auf seine eigene Art und Weise, was auch ganz logisch ist, denn jeder Redner hat seinen eigenen Stil und seine eigene Arbeitsweise. Du solltest dir also genau anschauen, auf welche Inhalte ein Anbieter viel wert legt, wie er selbst arbeitet und welche Schwerpunkte während des Lehrgangs aufgegriffen werden. 

Der Lehrgang von der Bergischen Trauschmiede unterscheidet sich in drei Punkten von einer reinen IHK Ausbildung:

1: Unser Lehrgang ist sehr praxisnah.
Natürlich lernst du auch bei uns die Theorie, wir legen den Schwerpunkt aber auf die praktische Umsetzung. Das heißt, du schreibst schon während deiner Ausbildung an Hand eines echten Fragenkataloges deine erste eigene Rede, die du auch vorträgst und die wir gemeinsam analysieren. Darüber hinaus begleitest du uns zu einer freien Trauung, um zu sehen, wie die gelernte Theorie dann tatsächlich in der Praxis umgesetzt wird. 

2: Die Arbeit nach der Ausbildung. 

Bei der bergischen Trauschmiede hast du auch nach bestandener Abschlussprüfung immer einen Ansprechpartner, der dir bei Rückfragen zur Seite steht, denn wenn aus Theorie Praxis wird, dann entstehen oft die häufigsten Fragen. Dabei geht es nicht nur um Fragen zu deiner Arbeit, sondern auch zu deiner Selbständigkeit. Diese Fragen werden auch nicht nur von einer Person beantwortet, sondern von dem Redner-Netzwerk der bergischen Trauschmiede, in welchem sich alle vergangenen Absolventen befinden. Und das ist auch der dritte wichtige Punkt, der den Unterschied zu einer IHK Ausbildung darstellt.

3: Das Redner Netzwerk.

Es ist wichtig und gut seine eigene Arbeit immer wieder selbst zu durchleuchten und auch einen Blick von außen zuzulassen. Gemeinsames „lautes Denken“ in einem Netzwerk hilft dabei, in der eigenen Arbeit noch besser zu werden. Durch das Netzwerk der bergischen Trauschmiede hast du als freier Trauredner nicht nur dauerhaft Menschen an deiner Seite, die dir verschiedene Lösungsansätze für unterschiedliche Problemstellungen liefern, sondern auch Menschen, die sich in der gleichen Situation befinden und mit denen ein Austausch auf Augenhöhe möglich ist. Ein weiterer Vorteil des Netzwerkes bei der Bergischen Trauschmiede ist auch, dass alle Absolventen ihre doppelten Anfragen zur Verfügung stellen und man so als „Neuling“ relativ schnell an erste Aufträge kommen kann. 

Dafür bekommt man bei einem privaten Anbieter oft „nur“ ein selbsterstelltes Zertifikat, was eben von keiner offiziellen Stelle und somit auch nicht unbedingt nachweislich qualifiziert ist.

Die Preisspanne für die jeweiligen Ausbildungskonzepte ist unheimlich groß und von dem jeweiligen Anbieter abhängig. Das liegt auch daran, dass der Umfang der Ausbildung eben immer unterschiedlich viele Stunden umfasst. Du solltest dir daher bei der Wahl des Anbieters nicht nur das Inhaltsverzeichnis der zu behandelnden Themen anschauen, sondern auch, wie viele zusätzlich Praxisstunden in dem Ausbildungsangebot enthalten sind. Bei einer IHK Zertifizierung muss man darüber hinaus mit zusätzlichen Prüfungsgebühren rechnen.

Fazit

Um dich als freier Trauredner oder freie Traurednerin selbständig zu machen benötigst du grundsätzlich keinen Lehrgang und keine Ausbildung. Es ist jedoch aus vielen verschiedenen Gründen sehr empfehlenswert, einen entsprechenden Lehrgang zu besuchen. Ob du dabei auf eine praxisnahe Ausbildung bei einem privaten Anbieter setzt oder auf die Ausbildung bei einer offiziellen Stelle, wie die Industrie und Handelskammer, hängt am Ende davon ab, mit welchem Ausbildungskonzept du dich am besten identifizieren kannst und wie du dich beruflich aufstellen und weiterentwickeln möchtest. 

 

Mehr Informationen zur Trauredner Ausbildung bei der bergischen Trauschmiede findest du hier.

 

Bild 1: Juan de la chica